Dem Grauen nachspüren

Dem Grauen nachspüren

Schüler des 10. Jahrgangs der Gesamtschule Rödinghausen besuchten die polnische Stadt Krakau und das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Ausschwitz. Ermöglicht wurde dies durch eine Förderung der Stiftung „Die Stiftung – Erinnern ermöglichen“.

Schöne Altstadt, super Wetter, nette Leute, gutes Hostel. Das waren die ersten Eindrücke, die wir nach der lustigen, aber auch anstrengenden Fahrt gesammelt hatten.

Am Mittwochmorgen um 7:15 Uhr startete unsere 12-stündige Fahrt nach Krakau. Spät abends im Hostel angekommen, bezogen wir unsere Zimmer und legten uns auch bald schlafen.

Am nächsten Morgen trafen wir uns mit Barbara, unserer Fremdenführerin, die uns die ganze Fahrt über begleitete, und besichtigten das Krakauer Ghetto, eine Synagoge und das Museum der ehemaligen Fabrik Schindlers. Nachmittags schauten wir uns einen Film über Wilhelm Brasse an, indem er über seine Zeit als Fotograf im Lager Auschwitz berichtete.

Freitag stand der Hauptgrund unserer Reise auf dem Plan: Die Besichtigung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Zuerst schauten wir uns das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau an. Bei unglaublicher Hitze bekamen wir einen ersten Eindruck, was für Lebensumstände die Häftlinge auf diesem riesigen Gelände hatten. Die Vorstellung, bei extremen Bedingungen wie z. B. unzumutbaren Wetterverhältnissen, unzureichender Nahrung und unmenschlicher Unterkunft zu leben, war für viele von uns unvorstellbar. Auch war es für uns unbegreiflich, dass die Asche der Verbrannten einfach auf dem Gelände direkt neben dem Krematorium verstreut wurde. Besonders schockierend waren die großen Mengen von Haaren und Schuhen im Stammlager Auschwitz, die nur einen Bruchteil der gesamten Menschen im Konzentrationslager verdeutlichten. In einer späteren Besprechungsrunde zeigte sich, dass dieser Moment die meisten von uns am stärksten bedrückte.

Abschließend erkannten wir: Es ist wichtig, sich mit diesem Teil der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen. Erst wenn man diese Umgebung mit eigenen Augen sieht, kann man sich die frühere Situation der Menschen im Lager richtig vorstellen und verstehen.

Am letzten Tag checkten wir morgens aus unserem Hostel aus und brachen auf zu einer Führung durch die Altstadt, wo wir uns unter anderem eine Kirche und den Marktplatz anschauten. Zum Abschluss unserer Fahrt besichtigten wir das Königsschloss Wawel, wo auch das Wahrzeichen der Stadt Krakau, ein Drache, steht.

Nachdem wir um 20:00 Uhr losfuhren, kamen wir Sonntagmorgen um 7:00 Uhr wieder am Busbahnhof in Rödinghausen an.

„Wir haben zusammen u. a. erdrückende Hitze ertragen, bedrückende Eindrücke erfahren, aber auch lustige Momente erlebt. Es war mit euch eine tolle Fahrt!“, äußerte sich Herr Rotthoff nach unserer Fahrt nach Krakau. Da können wir nur zustimmen.

Denise , Nadescha und Sarah

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