Die Orte des Grauens

Die Orte des Grauens

Auf der Studienfahrt nach Krakau (Polen) habe ich viele neue und schöne Orte kennengelernt – aber auch sehr erschreckende und grausame. Nach der Anreise nach Krakau hatten wir Zeit, uns auszuruhen und uns auf den nächsten Tag vorzubereiten. Denn am Mittwoch fuhren wir nach Auschwitz in das Museum Auschwitz-Birkenau. Aufgrund mehrerer Gespräche mit anderen Schülern, Verwandten und Freunden, die das Museum Auschwitz-Birkenau schon besucht hatten, trat ich den Besuch mit gemischten Gefühlen an. Außerdem war ich etwas verunsichert, was mich im Museum Auschwitz-Birkenau erwartet und wie ich damit, was dort passiert ist, umgehen soll.

Dach mit Schornstein
Dach mit Schornstein

Die Führung durch das Museum Auschwitz-Birkenau war sehr informativ aber auch rührend, da an einzelnen Stationen „Überbleibsel“ von Menschen waren. Was ich sehr schade an den Führungen fand, ist, dass der Guide die ganze Geschichte über die Lager „gefühlskalt“ erzählt hat. Der emotionalste Ort in dem Museum Auschwitz-Birkenau war für mich die Gaskammer im Stammlager.

Kommandantur in Auschwitz-Birkenau
Kommandantur in Auschwitz-Birkenau

Gespräche über das Museum Auschwitz-Birkenau füllten den Abend und die Rückfahrt zum Hostel. Am darauffolgenden Tag wurden wir durch das „Podgorze“-Viertel geführt und wir besichtigten das Museum in der ehemaligen Fabrik Schindlers. Durch die Führung bekam man einen guten Einblick, wie das Viertel früher ausgesehen hat, da teilweise noch die alten Häuser erhalten waren. Da unser Hostel in der Nähe des Viertels war, hat man gleichzeitig auch seine Ortskenntnis erweitert. Die Führung durch die ehemalige Fabrik Schindlers war auch sehr informativ. Da die ehemalige Fabrik ein richtiges Museum war, kam es nicht so real wie im Arbeitslager und Vernichtungslager rüber.

Der letzte Tag vor der Rückreise war auch sehr schön, da wir das ehemalige jüdische Viertel „Kazimierz“ und die Altstadt besichtigt haben. In der Altstadt fand ich die Marienbasilika zu Krakau sehr beeindruckend. Einerseits weil sie so groß war und andererseits weil überall Dinge aus Gold waren.

Abschließend kann ich sagen, dass die Fahrt sehr schön war – abgesehen von bestimmten Orten. Unser Hostel war auch sehr komfortabel, wodurch gute Laune an jedem Tag gewährleistet war. Für das leibliche Wohl wurde auch gesorgt, das heißt Frühstück und Abendessen. Unser Frühstück konnten wir in unserm Hostel zu uns nehmen und das Abendessen in einem sehr leckeren Restaurant. An einem Abend haben wir koscher gegessen, was auch sehr lecker war.

Ich würde immer wieder nach Polen fahren, da Polen ein schönes gepflegtes Land ist.

Matheo

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